Familie

Familienarbeit

KW
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In den meisten deutschen Familien wird Familienarbeit  wie putzen, kochen, einkaufen,  Kinder betreuen auch 2019 noch überwiegend von Frauen erledigt, so das Deutsche  Wirtschaftsinstitut. Frauen verbringen täglich im Schnitt zwei Stunden mit unbezahlter Hausarbeit und Kinderbetreuung, Männer 50 Minuten. Paradoxerweise haben beide Partner das Gefühl selbst viel zu übernehmen, auch wenn das nicht so stimmt. Um die Aufgaben gerecht zu verteilen, hilft vor der  Verteilung eine Bestandsaufnahme, um eine objektivere Basis dafür zu erhalten. Notieren Sie dafür eine  Woche lang, wer was wie lange im Haushalt erledigt. Das kann in Form einer  Tabelle sein, in der jedes Familienmitglied eine Spalte bekommt. Für 15 Minuten erledigte Hausarbeit gibt es einen Strich. Am besten vorher grob für einzelne Bereiche  Farben festlegen,  damit die  Zuordnung leichter fällt. So sieht man auch, welche Arbeitsbereiche in der Summe viel Zeit erfordern. Familienarbeit setzt sich aus vielen kleinen Einzelteilen zusammen, da geht der Blick fürs Ganze verloren. Schwer zu dokumentieren, aber unterschätzt wird, wie zeitaufwendig und belastend die Organisation und  Verantwortung für die Familienarbeit ist. Um auch diesem Aspekt Rechnung zu tragen ist eine Bündelung der Aufgaben in Bereiche (Einkauf, Kinderbetreuung, Putzen,…) hilfreich. Jeder bekommt dann für seinen Bereich die alleinige Verantwortung.  Toleranz und Geduld mit den Haushaltsnovizen ist wichtig, sonst ist derjenige, der bisher  die Familienarbeit  überwiegend erledigt hat, schnell dabei, die Aufgaben wieder selber zu erledigen. Das torpediert das Ziel und entmutigt die Familienmitglieder. Denn so wie das selbstständige Erledigen von Aufgaben die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein von Kindern stärkt, schwächt Misstrauen in die Kompetenz diese. Schon Kinder ab vier Jahren können im Haushalt mithelfen, indem sie etwa den  Tisch decken oder ihre Spielsachen abends wieder in ihr Zimmer räumen. Früh einbezogen wird die Mithilfe eher eine Selbstverständlichkeit. Die Aufgabenstellung sollte an das Alter des Kindes angepasst sein. Für ein  Kindergartenkind  ist  zum  Beispiel  die  Aufgabenstellung  „Kinderzimmer  aufräumen“  zu  abstrakt, da es noch keine  Vorstellung davon hat, was dabei von ihm erwartet wird. Besser ist es konkret zu werden, etwa Plätze für die wegzuräumenden Dinge  festzulegen:  Stifte  in  eine  Box,  Bücher  in  das Regal. Gehen sie mit dem Kind durch das Zimmer und legen solche Plätze fest. Mit steigendem Alter können dann auch die Aufgaben wachsen. Für die Form von Familienarbeitsplänen gibt es viele  Vorlagen  und Produkte.  Hier  hilft  nur  Ausprobieren bis das zur Familie Passende gefunden ist. Ein Plan sollte leicht an sich ändernde Aufgaben und Rahmenbedingungen anpassbar sein. In wie weit ein Belohnungssystem  als Motivationshilfe  bei  der  Einbeziehung  der  Kinder  in  die  Familienarbeit sinnvoll ist, ist umstritten. Unstrittig ist, dass die Aussicht auf mehr Zeit für schöne Familienunternehmungen die Mühe lohnt, sich von Anfangsproblemen nicht entmutigen zu lassen.

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