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Gutes Leben ist einfach

Bis zum 15. März können sich Besucher/innen im Mainzer Umweltladen (Steingasse 3-9) in der neuen Ausstellung zum Thema „Gutes Leben ist einfach“ weiterhin über den Klimaschutz im Alltag informieren. Eröffnet wurde die Ausstellung am 04. Februar von Umweltdezernentin Katrin Eder, gemeinsam mit den Akteuren, die dabei ihre lokalen Projekte vorstellten.

Die Politik trägt in Sachen Klimaschutz insbesondere eine Verantwortung für die großen Dinge. Daneben sind aber auch die Bürgerinnen und Bürger gefragt, den Klimaschutz in ihren Alltag zu integrieren. Sei es im Bereich Mobilität, Energie oder Ernährung: Die Handlungsfelder lassen viel Spielraum zu, um etwas zu tun. Mit diesem Hintergrund hat das Team „Masterplan 100% Klimaschutz“ die Ausstellung mit dem Klima-Bündnis angestoßen.

Ein Beispiel aus dem Bereich Ernährung ist es, auf dem Speiseplan weniger tierische Produkte (Milchprodukte, Wurstwaren und Fleisch) zu setzen, sondern eher pflanzliche Nahrungsmittel, so Ernährungsberaterin Susanne Umbach von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. Ein Fünftel des in Deutschland produzierten CO2-Auststoßes stammt aus dem Bereich Ernährung. Darin einberechnet sind alle Produktionsschritte. So empfiehlt die Ernährungsberaterin auch bei pflanzlichen Produkten zu weniger verarbeiteten Lebensmitteln zu greifen. Die Ausstellung im Umweltladen macht diese Zahlen greifbar und anschaulich.

Ein großer Baustein im Klimaschutz ist auch die Reduzierung des Verpackungsmülls. Silvia von Rechenberg vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium stellte in diesem Zusammenhang den #BecherBonus vor. In teilnehmenden Geschäften bekommen Kunden beim Kauf eines Heißgetränks einen Rabatt von mindestens 10 Cent, wenn sie einen eigenen Becher mitbringen. Darüber hinaus wurde im Herbst 2019 die Dachmarke „Müll nicht rum“ eingeführt, unter der alle bisher bestehenden Mehrwegsysteme in Rheinland-Pfalz zusammengeführt werden. Interessierte können auf einer interaktiven Karte auf www.muellnichtrum.de die Mehrwegsysteme in ihrer Nähe finden.

Dass der Klimawandel dafür sorgt, dass viele Menschen aus ihrer Heimat flüchten müssen, ist eine weitere Komponente, die in der Ausstellung thematisiert wird. Ein Beitrag, der geleistet werden kann, ist es die Wirtschaft vor Ort zu stärken. Prof. Dr. Gerhard Trabert unterstützt mit seinem Verein „Armut & Gesundheit e.V.“ das Projekt SOLWODI in Kenia. Dort stellen Frauen, die zur

Armutsprostitution gezwungen wurden, aus Plastik und alten Reifen Taschen und Flip Flops her. Diese in sehr filigraner Handarbeit hergestellten Produkte können nun gegen eine Spende im Mainzer Umweltladen erworben werden.

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