Kinder, Jugend & Politik

Warum für eine Zukunft lernen, wenn sie zerstört wird?

Juli, 16 J.
Kinder, Jugend & Politik

Unter diesem Motto streiken wir jeden Freitag gemeinsam mit tausenden weiteren SchülerInnen und Studierenden in Mainz und ganz Deutschland. Der Klimawandel ist keine Phrase oder unnahbare Vorstellung mehr, sondern längst bittere Realität und eine Bedrohung für den Fortbestand dieser einen Welt. Es ist bereits Viertel nach zwölf, und es ist an der Zeit, das zu tun, was längst überfällig ist. Erstmals sind wir am Freitag, den 18.01., analog zu 55 weiteren deutschen Städten unter dem Motto #FridaysForFuture (FFF) mit weit über 1.500 MitschülerInnen und Studierenden auf die Straße gegangen und haben unserem Protest Ausdruck verliehen. Der Schülerstreik führte vom Mainzer Hauptbahnhof vorbei an einigen Schulen zum Schillerplatz zur Abschlusskundgebung. Für Aufmerksamkeit sorgten verschiedene Redebeiträge von SchülerInnen oder Studierenden. Die gesamte Koordination oblag allein jungen Menschen, die teilweise kaum politische Erfahrung, dafür aber ein gemeinsames Ziel vor Augen haben.

Unsere Ziele:
Die aktuelle Politik kümmert sich nicht um die Interessen der Menschen auf diesem Planeten, sondern um die Interessen von transnationalen Konzernen und die Gewinnmaximierung Einzelner. Während am anderen Ende der Welt ganze Inseln zu ertrinken drohen, leisten wir uns immer noch einen Lebensstandard, der weit über einem Niveau liegt, welches eine dauerhafte Existenz der Menschheit auf der Erde ermöglichen würde. Dem stellen wir uns entgegen und fordern die Regierung auf, an diesen Zuständen etwas zu verändern, im Interesse aller und gerade der jüngeren Generation. Wir sind überparteilich organisiert und verfolgen dasselbe eine Ziel: Den Planeten, der unser aller Lebensgrundlage darstellt, zu erhalten. Dafür gehen wir auf die Straße. #FridaysForFuture steht für ein Ende des ewigen „Weiter so“. Wir stehen nicht für eine politische Partei oder Organisation, sondern fordern ein grundsätzliches Umdenken auf politischer Ebene. Der schnellstmögliche Braunkohleausstieg ist alternativlos, weil unser Planet Erde alternativlos ist.

Mein Name ist Nora und ich bin Schülerin. Mir wurden vor einiger Zeit zwei Links geschickt. Einer mit einem Artikel und der andere war ein Einladungslink zu der WhatsApp-Gruppe, die ganz Deutschland connected hat. Es handelte sich um das sogenannte FFF, welches für Fridays for Future steht. Ich habe mich schon lange für den Einsatz gegen den Klimawandel interessiert, doch hatte ich noch nie so eine Chance. Ich bin beigetreten, habe mich informiert, habe auch andere zum Mitmachen bewegen können und bin auf die Straße gegangen. Ich gehe gerne zur Schule, aber wenn es die Chance gibt, eventuell einen Stein zum Rollen zu bringen, bin ich da gerne dabei. Ich freue mich über jegliche Unterstützung der Medien und Zeitungen. (Nora, FFF Frankfurt )

Der Klimawandel ist längst eine reale Bedrohung. Aber anstelle endlich echte Maßnahmen für eine lebensfähige Zukunft zu ergreifen, stehen Interessen weniger Einzelner und transnationaler Konzerne im Vordergund. Der Politik fehlt der Mut, das zu tun, was längst überfällig ist. Deshalb kämpfe ich dafür, dass dieses bisschen Stückchen Leben im Weltall auch weiterhin ein Stück Leben bleiben kann. #FridaysForFuture ist für mich vielmehr der letzte Hilfeschrei einer ganzen Generation. (Maurice, Anmelder Demo FFF Mainz)

Kaum ein Land auf diesem Planeten ist so reich wie Deutschland, und trotz dieses Reichtums tut dieses Land fast nichts, um einen katastrophalen Klimawandel aufzuhalten. Wie können wir nur erwarten, dass Länder, in denen es nicht einmal sauberes Trinkwasser für viele Menschen gibt, für uns die Kohlen aus dem Feuer ziehen, während Deutschland weiter trauriger Braunkohle-Weltmeister bleibt? Wie kann es sein, dass dem klimaschädlichen Verkehrsmittel Auto immer noch fast die gesamte Verkehrsfl äche der Stadt geopfert wird? Weil es für mich eben nicht in Ordnung ist, dass unsere Zukunft kurzgedachter Gier geopfert wird, gehe ich mit #FridaysForFuture auf die Straße! (Sebastian, FFF Mainz) 

Mein Name ist Marie und ich komme aus Oberursel, einer Kleinstadt in der Nähe Frankfurts. Eine sehr gute Freundin aus Osnabrück schrieb mich ein paar Tage vor dem ersten bundesweiten Streik an, erzählte davon, dass sie plane, in Osnabrück auf den Streik zu gehen und fragte mich, ob es denn ähnliches schon in Frankfurt gäbe. Aus reiner Neugierde bin ich dann der Whatsappgruppe beigetreten. Zu diesem Zeitpunkt gab es aber noch keine Gruppierung für Frankfurt, weshalb ich das Ganze ein bisschen aus den Augen verlor. Ein Tag vor dem Streik war es dann doch soweit und es wurde in der Gruppe eine Spontidemo geplant. Ich habe mich schon immer für Umwelt interessiert und fühlte mich damit, zumindest in meinem schulischen Umfeld immer ein wenig allein. Zu sehen, wie viele junge Menschen bereit sind, etwas für den Klimaschutz zu tun hat mich dann sehr gefreut. Ich will meiner Zukunft und den Polen nicht dabei zuschauen, wie sie zerschmelzen und das ist der Grund, warum ich zum Schulstreik gegangen bin. Youth for climate. (Marie, FFF Frankfurt)

#FridaysForFuture ist die Initiative der Schülerin Greta Thunberg. Seit dem 20.08.2018 – dem Klimagipfel Kottewitz – streikt die 16-jährige Schwedin jeden Freitag für eine bessere Klimapolitik. Am Anfang alleine, doch mittlerweile haben sich ihr weltweit Zehntausende Schüler*innen, Studierende und andere junge Menschen angeschlossen, um mit ihr für eine Zukunft auf unserem Planeten zu kämpfen. In Deutschland fand am 18.01. der erste #FridaysForFuture statt – in 56 Städten mit insgesamt etwa 30.000 Streikenden.

Weitere Infos unter www.fridaysforfuture.de.

Außerdem sind die einzelnen Regionalgruppen  in den sozialen Medien vertreten, so zum Beispiel      

Instagram: @fridaysforfuturemainz     @fridaysforfutureffm


Twitter: @F4F_mainz


Facebook: FridaysForFutureMainz
 

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