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Versorgung: Vor der Haustür und per E-Mail

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Kindergruppen wurden abgesagt, Seniorenkreise sind vom Veranstaltungskalender genommen, Gemeindebüros haben geschlossen, die Gottesdienste fallen der Corona-Prävention zum Opfer dass das evangelische Gemeindeleben ruhe, lässt sich jedoch nicht sagen. Über Social Media, E-Mail und Telefon wurden in den Gemeinden von Haupt- und Ehrenamtlichen in den vergangenen Tagen Konzepte gestrickt und abgestimmt, um die Versorgung von Älteren und Kranken zu unterstützen, um Familien zu entlasten.
Nahezu stadtweit sind die Angebote in Gang gekommen. Beispiel Bornheim: Pfarrerin Stefanie Brauer-Noss von der Evangelischen Kirchengemeinde Bornheim hat sich Rat geholt bei Studienfreunden und EKD-Kollegen in Bad Bentheim, Niedersachsen und in Köln, Nordrhein-
Westfalen, „die sind schon weiter“. Zusammen mit der Psychologiestudentin Stella Jahn, 23, entwickelte die Pfarrerin ein Konzept, das Vieles bedenkt. „Klar habe ich die verschiedenen Initiativen schon vorher auf Facebook und in anderen Sozialen Medien beobachtet“, sagt die Pfarrerin. Sie wollte jedoch systematisch vorgehen.
Über ein zentrales Handy, erreichbar unter der Nummer 0157 34473778, laufen seit dieser Woche in Bornheim die Einkaufswünsche ein. Allein für die Aktion wurde es aktiviert. Was bis 15 Uhr eingegangen ist, wird am nächsten Tag zugestellt. Die Einkäufer melden sich bei den Hilfesuchenden und bitten, einen Umschlag vorzubereiten, in dem nicht nur ein Einkaufszettel liegt, sondern auch das
voraussichtlich dafür erforderliche Geld. „Wir können von den Studierenden, die sich engagieren und anderen nicht einfach erwarten, dass sie in Vorlage gehen“, sagt die Pfarrerin und versichert, dass es sich bei den 15 Beteiligten der Hilfsaktion um vertraute Personen handelt.
Hinterher wird das Eingekaufte mit den Belegen zum verabredeten Zeitpunkt auf dem Treppenabsatz oder vor der Tür abgelegt. Die Rechnung, das Restgeld und den Einkaufszettel fotografieren die Lieferanten vorher ab
für den Fall, dass es zu Unklarheiten kommt.
Das von Brauer-Noss und Jahn entworfene Modell kursiert unter den Pfarrerinnen und Pfarrern des Evangelischen Stadtdekanats Frankfurt und Offenbach. Beispielsweise Ulrich Schaffert, Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt-Nordwest, ist dankbar dafür. Aus Sorge um das zur Risikogruppe der Älteren zählende Helferteam kam die Ausgabe der Tafel in den Räumen von Cantate Domino wegen der Corona-Krise zum Stocken. Helfen möchte Schaffert Bedürftigen dennoch
aber gegenwärtig eben auf andere Weise.
Beispiel Europaviertel/Kuhwaldsiedlung: Pfarrer Tobias Völger von der Evangelischen Dreifaltigkeitsgemeinde organisiert Einkäufe, Botengänge und Fahrtdienste. Die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde wurden per Post angeschrieben. Mit der katholischen Nachbargemeinde ist er im Gespräch, das Ganze ökumenisch laufen zu lassen.
„In Harheim und Nieder-Erlenbach bieten wir auch einen Einkaufsservice und Apothekengänge für ältere Mitbürger und solche mit Vorerkrankungen an“, berichtet Pfarrerin Petra Lehwalder. Ein Aushang hängt in den Schaukästen, auf der Homepage gibt es einen Hinweis, Personen, von denen die Gemeinden denken, sie bräuchten Unterstützung, werden abtelefoniert.
Im Moment benötigen die Menschen jedoch nicht nur Lebensmittel, sondern auch seelische Nahrung. In Harheim ist ein Kinder-Sorgentelefon eingerichtet: Die Kindergruppen fallen aus, die Pandemie sorgt für Ängste, die Eltern sind vielfach im Stress
hier können Kinder in dieser Ausnahmesituation ihre Gefühle loswerden. Die Kontaktdaten finden sich auf der Internetseite der Gemeinde http://www.ev-kirche-harheim.de/.
Gaby Deibert-Dam, evangelische Gemeindepädagogin in Bornheim, Nordend und Seckbach, hat diese Woche damit begonnen täglich einen Newsletter zu verschicken, der den Familien den Alltag in
diesen Tagen erleichtern soll. „Mit ausgewählten, von mir selbst verfassten Geschichten mit interaktiven Anteilen, Bastel-und Spieletipps, einfachen gesunden Kochrezepten mit wenigen Zutaten, die sie gemeinsam mit den Kindern ausprobieren können sowie Tipps zu Netzinhalten, die Kindern helfen, diese Krise zu verstehen oder die sie im selbstwirksamen Tun unterstützen“, zu bestellen ist die tägliche Familieninfo per E-Mail an gaby.deibert-dam@frankfurt-evangelisch.de. Jeden Tag bietet Deibert-Dam auch von 17 bis 18 Uhr unter der Nummer 0178 1018279 oder per WhatsApp persönlich Beratung, Hilfe und Tipps.

Dies sind Beispiele unter vielen Angeboten, die von evangelischen Kirchengemeinden gemacht werden. Unter www.efo-magazin.de sind nach Statteilen sortiert die Gemeinden in Frankfurt und Offenbach zu finden mit den Kontaktangaben. Aufgrund gesundheitlicher Vorsorge sind die Mitarbeitenden in den Büros nicht persönlich anzutreffen. In der Regel ist es jedoch möglich, über das Internet, eine E-Mailadresse, per Post in einigen Fällen auch per Facebook zu den evangelischen Kirchengemeinden Kontakt aufzunehmen.

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