Familie

Was brauchen Pflegeeltern?

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Pflegeeltern brauchen ein dickes Fell und Gelassenheit

Experten schätzen, dass es ungefähr 135.000 Pflegekinder in Deutschland gibt (0,9% aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland). Während die einen schon als Baby in eine Pflegefamilie kommen, sind andere drei, fünf, zehn Jahre oder älter. Gründe dafür, dass ein Kind nicht bei seinen Eltern leben kann, liegen meist in einer Vernachlässigung, häufig in Verbindung mit einer Suchterkrankung. Diese Kinder haben in ihrem kurzen Leben schon viel erlebt und bringen ein Päckchen mit, das für einigen Wirbel in einer Pflegefamilie sorgen kann. „Wir hätten nicht gedacht, dass Lena (Name geändert) mit ihren vier Jahren solche Schwierigkeiten mit dem Essen haben könnte. Wir konnten sie nicht aus den Augen lassen. Alles was essbar war, hat sie in ihrem Zimmer versteckt. Da half unser Versprechen, dass sie immer etwas zu essen bekommt gar nichts.“ Damit das Zusammenleben gut funktioniert, hilft ein gehöriges Maß an Gelassenheit, Verständnis, Flexibilität und unerschütterliche Zuversicht. Gelingt dies, wachsen alle an dem Abenteuer: „Wir haben wirklich was mitgemacht in den letzten Jahren. Nicht nur, dass Lars (Name geändert) in der Grundschule alles auf den Kopf gestellt hat, wir mussten uns immer wieder etwas Neues einfallen lassen, wie wir ihm helfen können. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben alle was dazu gelernt, auch unsere Tochter. Es ist eben nicht immer alles einfach und glatt im Leben.“ Bevor eine Familie sich entscheidet, ein Pflegekind aufzunehmen, sollte sie prüfen, ob alle Familienmitglieder mit der Veränderung einverstanden sind, die die Aufgabe mit sich bringt. Gerade auch die eigenen Kinder übernehmen eine wichtige Rolle und müssen die Eltern mit einem neuen Familienmitglied teilen. Ebenso wichtig ist es, sich darüber klar zu werden, ob man sich vorstellen kann, den Eltern die ihr Kind vernachlässigt haben, wohlwollend gegenüber zu stehen; sie bleiben die Eltern des Kindes.  Gerade für besondere Fälle, wenn ein Kind zum Beispiel schon mehrere Beziehungsabbrüche erlebt hat oder wenn der Umgang mit den Eltern des Kindes schwierig ist, werden von freien Trägern – wie zum Beispiel ZePI – Pflegefamilien gesucht, bei denen ein Elternteil eine Ausbildung im Bereich Erziehung oder Pädagogik mitbringt. Diese besonderen Pflegefamilien werden von einer Fachberatung kontinuierlich in Form von Beratung, Fortbildung und Vernetzung mit anderen Pflegeeltern unterstützt und erhalten einen erhöhten Erziehungsbeitrag.

ZePI ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland und wird von der Aktion Mensch unterstützt. ZePI sucht Familien, Paare oder Einzelpersonen, die Pflegekinder auf Dauer oder für eine begrenzte Zeit (ca. 2 bis 9 Monate).Bei der Aufnahme auf Dauer wird eine berufliche Qualifikation im Bereich Erziehung oder Pädagogik vorausgesetzt. Bei der kurzzeitigen Aufnahme wird dies nicht vorausgesetzt.

(ZePI) – Zentrum für Pflegefamilien Ingelheim e.V.

Bahnhofstraße 119

55218 Ingelheim

Gabriele Krämer, Tel.: 06132-7867200, kraemer@zep-ingelheim.de

www.zep-ingelheim.de

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